Seelenarbeit

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Seelenarbeit

Kennen Sie Ihre Seele oder sich selber? Haben Sie eine Ahnung davon, wer Sie eigentlich sind? Es wird gerne über Seelenarbeit geschrieben, die sich darauf bezieht anderen zu helfen, sich in die Entwicklung anderer Seele einzubeziehen. Ich jedoch bin der Meinung, dass richtige Seelenarbeit immer bei sich selbst beginnt und darauf abzielt, die eigene Seele nicht nur zu entfalten oder zu entwickeln, sondern viel mehr zu erkennen!

Wer bin ich?

Einst stand Mose am „brennenden Dornenbusch“ in der Wüste und fragte Gott, wer er sei. Gott gab ihm zu Antwort „Ich bin, der ich bin“. Als ich diesen Satz in der Schule zum ersten Mal gehört hatte, war mir nicht ganz klar, was uns diese Stelle der Bibel zum Ausdruck bringen möchte. Auch unsere Religionslehrerin war wohl nicht so ganz mit der Tiefe dieses Satzes vertraut. Aber im Endeffekt geht es und ging es schon immer um das Bewusstsein. „Ich bin, der ich bin“ ist ein Ausdruck für unsere Existenz und die Schöpfung. Etwas kann nur „sein“, das vorher erschaffen wurde. Wenn nun etwas „ist“, so wurde es „existent gemacht“ und in das Bewusstsein der Menschen gebracht.

Die eigene Seele erkennen

Sie fragen sich nun, was „Sein“ mit der eigenen Seele und Seelenarbeit zu tun hat? Ich sage Ihnen, einfach alles! Es ist wichtig, sich selber im Leben zu erkennen – die Bedürfnisse und Schreie der Seele zu hören! Wir denken, fühlen und handeln stets nach Belieben unserer Seele! Tiefer Schmerz wird empfunden, wenn er auf einen Schwachpunkt unserer Seele trifft. Fühlen wir uns wohl in unserer „Haut“, so kann die Seele Schicksalsschläge abprallen lassen. Ist jedoch die Seele in der einen oder anderen Situation überfordert, so fühlen wir das ganz deutlich, weil wir uns betroffen „fühlen“.  Das Erkennen des „Selbst“ ist oft nicht einfach, weil die Außenwelt oft sehr stark auf uns einwirkt. Besonders Funk und Fernsehen übertünchen, die eigenen Vorlieben und Gedanken und lenken uns ab. Nehmen wir uns jedoch etwas Zeit für uns, um wahre Seelenarbeit zu betreiben, so lernen wir Stück für Stück uns selber kennen und erfahren wer wir selber sind und wie unsere Seele funktioniert.

Seelenarbeit – Zeit für sich!

Wer sich daran macht sich selber zu erkennen, braucht einfach nur etwas Zeit für sich! Manche Menschen betreiben Yoga, Tai Chi oder meditieren. Ich glaube jedoch, dass auch ein entspannender Urlaub oder Spaziergang dazu verhelfen kann, sich selbst zu finden. Im Prinzip tragen wir alle die Veranlagung uns, uns selber zu finden oder zu erkennen. Wir brauchen keinen Guru, der uns an die Seelenarbeit heranführt, jedoch einen wachen Verstand, der uns aufzeigt, welche Impulse uns unsere Seele Tag für Tag liefert. Vorsicht ist jedoch geboten, denn der Verstand ist keinesfalls unsere Seele, er dient lediglich als Instrument, um unsere Gefühle zu erkennen. Gibt man dem Verstand das Ruder in die Hand, so kann die eigene Seele darunter stark leiden, denn die ureigenen Fühle können auf verstandesmäßige Art stark unterdrückt werden.

Wie man die eigene Seele entdeckt

Im Prinzip gibt es bei der Seelenarbeit nichts Neues zu entdecken. Dennoch ist es ein schönes Gefühl zu erfahren, dass hinter all den Gedanken, die uns im Alltag heimsuchen ein großer, unsterblicher Geist steht, der nur darauf wartet erfahren zu werden. Die Seele ist eine unendliche Kraft oder Energie, die uns in unserem Leben antreibt. Leider ist sie etwas verschleiert und wird von vielen nicht erkannt. Der Körper stellt dabei das Fahrzeug dar und der Geist das Ruder. Der Motor dahinter ist jedoch unsere Seele. Wichtig bei der Seelenarbeit ist es Geist und Körper etwas still zu stellen. Es ist gar nicht notwendig stundenlange Meditationen durchzuführen, um den Geist runter zu fahren, wichtig ist jedoch das Wechselspiel zwischen Geist und Seele zu erfahren. Ich persönlich finde folgende Übung dazu sehr hilfreich.

Man sich bequem hin und beobachtet dabei die Gedanken (diese kommen vom Geist = Verstand). Der Geist dient der Seele um sich auszudrücken, sonst könnte sich die Seele nicht in einem menschlichen Körper mit einem anderen Menschen austauschen. Somit produziert der Verstand unendlich viele Gedankengänge – die jedoch bei näherem Hinsehen immer eine Gemeinsamkeit aufzeigen. Diese Gemeinsamkeiten werden oft von unerlösten Seelenwünschen begleitet, können jedoch auch von der Außenwelt auf uns einströmen. Das kann man gut daran erkennen, ob ein Gedanke nur über Monate, Wochen oder Tage auftritt, oder uns gar seit Jahren oder das Leben lang heim sucht. Daher finde ich es in der Meditation absoluten Quatsch, zu versuchen alle Gedanken auszuschalten. Das sollte gar nicht Inhalt einer Seelenarbeit sein. Wichtig ist es im Vorfeld auch die Gedanken zu beobachten. Wir stellen uns nun vor, wir wären gar nicht wir selbst, sondern ein beobachtender Dritter. Lassen einen Gedanken kommen und wenn er will, wieder gehen. Beobachten Sie bei der Seelenarbeit ganz genau jeden Gedanken. Nach dieser ersten Übung empfiehlt es sich ein kurzes Resümee zu ziehen und die Gedanken etwas zu sortieren. Welcher Art waren die Gedanken. Waren Sie neu, wiederkehrend oder kommen sie ständig? Neue Gedanken sind nicht ganz zu vernachlässigen, jedoch werden sie hauptsächlich vom Alltag geprägt und können die Aufarbeitung der letzten Tage sein. Wer seine Gedanken in der Seelenarbeit deutlich beobachten lernt, wird bald feststellen, dass man sogar im Voraus an etwas denkt, bevor es eintritt.

Wichtig sind jedoch wiederkehrende oder ständige Gedanken, die seit Jahren immer wieder auftreten. Nehmen Sie diese Gedanken bei Ihrer Seelenarbeit etwas näher unter die Lupe, denn diese sind es, welche die eigene Seele versucht aufzulösen. Diese Gedanken können sehr vielfältig sein und uns auf einige Defizite in unserer seelischen Entwicklung hinweisen. Dazu zählen u.a.:

  • Überlebensängste
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Aggressionen, Gewalt, Wut
  • Verfolgungswahn
  • Ängste etc.

Es ist wichtig diese ständig wiederkehrenden Gefühle nicht zu verdrängen. In einer Meditation ist es durchaus sinnvoll diese kurzzeitig auszuschalten, jedoch kommen die Grundgefühle nach kurzer Zeit wieder zurück, wenn das Problem nicht in der Wurzel bewältigt wurde. Viele dieser wiederkehrenden Gefühle und Emotionen haben wir aus unseren früheren Inkarnationen mit in dieses Leben gebracht. Verletzungen, die unsere Seele bis zum heutigen Tag nicht aufarbeiten konnte, kommen auf diese Weise immer wieder zum Vorschein.
Möchte man an dieser Stelle Seelenarbeit betreiben, so nimmt man diese Gedanken auf und geht sie im Geiste (gedanklich) durch. Spielen Sie ruhig in Gedanken Ihre Gefühle durch, indem Sie sich denken:

  • Worauf beruhen meine Emotionen?
  • Wie kann man die Situation im Geiste wenden?
  • Wie kann ich mich mit meinem Schicksal arrangieren?

An dieser Stelle ist es von Vorteil die Situation durch eine effektive Manifestation oder Visualisierung zu bewenden. Auch die Arbeit mit der „violetten Flamme“ kann dabei sehr hilfreich sein. Wer möchte kann seine Engel zur Hilfe in dieser Angelegenheit heranrufen oder um göttlichen Beistand bitten.

Fokus in der Seelenarbeit

Dieser Schritt in der Seelenarbeit ist jedoch nur der Anfang. Hat die eigene Seele gelernt, mit ihrer Vergangenheit fertig zu werden, so kann sie nun mit dem „Hier und Jetzt“ anfangen. Im Prinzip ist Zeit eine Illusion unseres Geistes. Das bedeutet, dass wir ständig im Jetzt leben, aber erst nach dem Loslösen unserer Probleme, können wir unseren Geist darauf fokussieren, unserer Seele zu dienen, um sie wachsen zu lassen.

Erreicht man in der Seelenarbeit den Zustand völliger geistiger Ruhe, so fängt man an zu erkennen, dass es unser Geist ist, der anfängt die Seele zu erkennen. Man merkt, dass einströmende Bilder, Geräusche und Geschehnisse stark vom Geist gesteuert und wahrgenommen werden. Unsere Seele jedoch ist der Empfänger dieser Eindrücke. Seien Sie sich bei der Seelenarbeit vor allem ihrer selektiven Wahrnehmung bewusst, so dass Sie irgendwann sich selber hinter der Wahrnehmung erkennen.

Es ist wichtig sich selber zu erkennen – sich selber als Empfänger und Sender von Gedanken, Gefühlen und Emotionen, aber auch Worten und Bildern. Hat man diesen wichtigen Schritt in der Seelenarbeit getan, so kann man zum nächsten Schritt übergehen – man fängt an selektiv zu denken und zu fühlen!

Dieser Schritt ist der schwerste von allen. Denn oft gibt es viele Hindernisse, bis man bis zu diesem Schritt des selektiven Denkens gelangt. Viele Probleme im Alltag und Informationen, die wir erhalten, lenken stark von diesem Schritt in der eigenen Seelenarbeit ab. Ist man in der Lage seine Sinne und Gedanken zu fokussieren, so kann man mit der fortgeschrittenen Seelenarbeit beginnen, die darauf abzielt, gezielt seinen Geist auf Ziel zu lenken.

Jeder hat unterschiedliche Interessen, jedoch möchte ich an dieser Stelle betonen, dass der Geist das Qi lenkt und somit auch für unsere Verfassung verantwortlich ist. Auf diese Wiese sollte man die Aufmerksamkeit und die eigenen Gedanken stets darauf lenken, was einem selber Freude und Glück bereitet. Unsere Gedanken schaffen unsere Realität! Denken wir positiv, so fühlt sich auch unsere Seele ausgefüllt. Denken wir über alles mögliche und viele Probleme nach, so streuen wir unsere Aufmerksamkeit und verlieren an Lebensenergie und Lebensmut.

Nehmen Sie sich daher täglich Zeit für sich selber und seien sie sich darüber bewusst, dass ein Gedanke mehr ist, ein flüchtiger Impuls unseres Gehirns.

Quelle Foto: pixabay.com