Wesen der Esoterik

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Wesen der Esoterik

Esoterik – ein breites Feld

Bevor wir uns mit diesem Buch in das tiefere Wissen stürzen bleibt zu klären, was der Begriff Esoterik bedeutet. Der Begriff „Esoterik“ stammt wohl aus dem Griechischen und setzt sich in erster Linie mit dem Inneren auseinander. Das Innere nimmt in diesem Fall Bezug auf die Spiritualität und die Mystik, die als innerer Prozess im Inneren des Menschen stattfinden soll. Wir halten also fest, dass die Esoterik in erster Linie sich auf alle Prozesse bezieht, die sich in unserem Inneren abspielen. Gemeint sind sozusagen die geistige Entwicklung und vielmehr der Geist im Inneren unseres Körpers.

Schon in der Antike und wahrscheinlich sogar davor beschäftigen sich die Menschen mit dem Sinn und dem Hintergrund des Lebens. Blicken wir auf die Sagen aus der Vergangenheit zurück, so erfahren wir etwas über das Leben der einstigen Götterfiguren und deren Einmischung in die Menschheitsgeschichte. Nicht nur in Europa gab es eine mystische Vergangenheit. Ein Blick nach Asien führt uns vor Augen, dass auch in den dortigen Breitengraden das esoterische Wissen ein geheimer Schatz war, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Hochgradige Meister hüteten Ihren Wissensschatz und gaben nur auserwählten Schülern prägnantes Wissen weiter.

Auch in den heutigen arabischen Gebieten existierte in der Vergangenheit ein Wissen über die komplexen inneren Abhängigkeiten, welches nur den angesehenen und gebildeten Menschen weiter vermittelt wurde. Die Mystik war in diesem Teil der Welt ein zentraler Aspekt im Leben der Menschen. Im Laufe der Zeit, als die Menschen zivilisierter wurden und auch die Kirche ihren Machtanspruch in der Welt durchzusetzen vermag, fingen die Menschen an, vom alten Aberglauben abzulassen. Dabei bleibt speziell nicht zu vergessen, dass es auch starke religiöse Ausprägungen in der Esoterik gab und wieder zunehmend gibt. Viele religiöse Menschen beteten mehr als nur das „Vater unser“ und entwickelten Heil- und andere Ablösungsgebete, die heute zunehmend wieder in Mode kommen. In vielen Teilen der Welt, in der es heute noch Naturvölker gibt, ist der Bezug zwischen dem Menschen und einer übergeordneten Göttlichkeit immer noch präsent und spielt eine zentrale Rolle.

Aber wie steht es um die moderne Welt und den gebildeten Menschen? Obwohl unsere Gesellschaft zu den technisch höher entwickelten der Erde zählt, kann ich nicht behaupten, dass die Menschen in dem Bereich geistige Schulung speziell gefördert werden. Im Gegenteil, je mehr die rein wettbewerbstechnischen Aspekte in der Bildung gefördert werden, desto mehr verkümmert der seelische Aspekt. Die Wissenschaft kann uns auf dem Gebiet der Esoterik kaum weiterhelfen. Dabei wird in der Psychologie über sogenannte Spiegelzellen diskutiert. Welche im Prinzip dafür verantwortlich sind, dass unserem Körper auch Informationen vermittelt werden, die er lediglich sieht, aber nicht selber erfährt.

Die vielen Einflüsse auf der Welt haben verschiedene Entwicklungen in der Esoterik nach sich gezogen. Jedes Volk oder Kulturkreis erarbeitete sich eigene Erkenntnisse auf diesem Gebiet. So entstanden Erkenntnisse und Machenschaften, die höheren oder edleren Ziele dienen, und andere, welche niedere Aspekte des Daseins verfolgen.

Der Mensch als geistiges Wesen

Gib auf was oder wer du bist,
und die Welt legt sich dir zu Füßen.

Bevor wir uns auf die Reise durch die Welt der Esoterik begeben, möchte ich Ihnen lieber Leser und liebe Leserin kurz aufzeigen, wer wir Menschen im Grunde sind. Haben Sie sich schon mal gefragt, wer Sie sind und warum Sie hier sind? An dieser Stelle möchte ich mich auf die Bestrebungen von Wilhelm Reich stützen, der den Menschen als geistiges Wesen betrachtet hat. Sein Traum war es wohl, dass in der Zukunft die Menschen sich nicht nur in intellektueller Hinsicht bilden, sondern auch an ihrem geistigen Erbe arbeiten. Daher möchte ich mit dieser Ausarbeitung ein Stück weit sein damaliges Anliegen stützen. Wenn man sich durch den Kopf gehen lässt, wer oder was wir Menschen eigentlich sind, kann man durchaus ins Grübeln verfallen. Eins steht bei dieser Betrachtung eindeutig fest: der Mensch besteht nicht nur aus einem fleischlichen Körper mit intellektuellen Fähigkeiten, sondern ist mit einer höheren Intelligenz beseelt. Der Begriff höhere Intelligenz kann keinem Zufall entspringen. Höhere Intelligenz plant ihr Vorgehen gezielt. In unserer heutigen Zeit öffnet sich die Gesellschaft für geistiges Wissen. Es wird zunehmend versucht, geistige Zusammenhänge zu verstehen und in die Tiefen unserer Seele zu blicken. Diese geistige Entwicklung hat ihre Berechtigung. Die Erde kann wie ein kosmisches Raumschiff betrachtet werden, dass mit relativ hoher Geschwindigkeit durch den Weltraum reist. Auf Ihrem Weg durch das Universum bewegen wir uns nun in Richtung Zentralsonne hin. Während wir uns in den vergangenen Jahrhunderten von der Zentralsonne wegbewegten und die Menschheit sozusagen in ein dunkleres Zeitalter gehüllt war, nimmt die lichte Energie auf der Erde wieder zu, und die Menschheit beginnt zu erwachen und ihr geistiges Erbe anzutreten.

Das Interesse um das geistige Wissen war nicht immer so eingeschränkt, wie man meinen könnte. Speziell den „alten Ägyptern“ wird ein tiefes esoterisches Wissen nachgesagt. Ägyptische Priester in ihren Tempeln, aber auch die frühzeitigen Pharaonen sollen nicht nur ein tiefgreifendes Wissen über Kosmos, Geist, Seele und Gott gehabt haben. Anders als die Stellvertreter Gottes in den heutigen Religionen sollen sie auch über übersinnliche Fähigkeiten verfügt haben. Glaubt man den Erzählungen von Elisabeth Haich in ihrem durchaus authentischen Roman „Einweihung“, so waren die damaligen Priester Herr über ihren Geist. Sie konnten ihren Körper verlassen, energetisch heilen, kannten ihre Vergangenheit und konnten in die Zukunft der Menschheit blicken. Durch spätere Umstrukturierungen in der Gesellschaft ging dieses Wissen verloren. Übrig blieben der Nachwelt lediglich die Hieroglyphen an den Wänden der Tempel, Grabstätten und die Pyramiden, welche uns bruchstückhafte Informationen über das Leben in der damaligen Zeit liefern. Über das esoterische Erbe wurde seither der Mantel des Schweigens gelegt. Zeitlich bewegen wir uns um 5.000 vor Chr. Als das Nildelta in den Anfängen bewohnt wurde.

Begeben wir uns in dem gleichen Zeitraum auf den asiatischen Kontinent, so entstand dort zur gleichen Zeit ebenfalls eine der ältesten Hochkulturen der Welt. Ich spreche hier von der Indus-Kultur. Neben der ägyptischen möchte ich insbesondere diese herausgreifen, weil auch im Hinduismus ein tiefes esoterisches Wissen ankert liegt. Greift man sich den Epos Mahabharata heraus, so sind in dieser Niederschrift sogar Kenntnisse über atomare Zusammenhänge und ein atomares Gefecht im Hindustal eingeflochten, die erst in der Neuzeit belegt werden konnten. Das Wissen um die Lebensenergie, die Weltenseele und die göttlichen Zusammenhänge waren im Indien der damaligen Zeit von großer Wichtigkeit. Blickt man auf den eigenen Wissenstand, der in der eigenen Kultur gepflegt wird, so spürt man, dass wir vor einem Puzzel stehen, welches Stück für Stück wieder zusammengesetzt werden muss. Auffällig ist an dieser Stelle nicht nur der ähnliche Kenntnisstand beider Zivilisationen. Auch historisch wird der Aufbau beider Kulturen auf den gleichen Zeitraum datiert. Eins dürfen wir nicht außer acht lassen, in beiden Fällen wird die Kultur von Insidern weitaus älter geschätzt, als sie historisch belegt wurde. Beweisen kann ich an dieser Stelle keine mit zeitlich bekannten Daten. Aber die astronomischen Orientierungen der Cheopspyramide beziehen sich auf 10.450 vor unserer Zeitrechnung. Das Verwitterungsalter der Pyramide soll auf etwa 10.000 Jahre geschätzt worden sein. Blickt man nach Indien, so behaupten die Inder, ihre heiligen Schriften wären ebenfalls über 10.000 Jahre alt. Wir finden hier sowohl im geschätzten Alter wie auch im historisch belegten Alter der Kulturen eine Analogie.

Quelle Fotos: pixabay.com